Die PCP Richtlinie sagt zur Notwendigkeit von Sanierungen:

„Hierzu bedarf es einer Staubanalyse. Sie kann sich auf sog. Frischstaub beziehen, der ca. eine Woche alt ist und typischerweise mit dem Staubsaugen aufgenommen wird. Liegt der PCP-Gehalt dieses Frischstaubes unter 1 mg PCP/kg Staub, kann die Verwendung PCP-haltiger Holzschutzmittel sicher ausgeschlossen werden. Gleiches gilt, wenn alternativ sog. Altstaub, d. h. abgelagerter Staub, wie er sich z. B. hinter Verkleidungen o. ä. finden kann, der lediglich passiv gesammelt wurde, analysiert wird und dabei ein PCP-Gehalt von weniger als 5 mg PCP/kg Staub festgestellt wird.

Andernfalls sind in weiteren Untersuchungen die PCP-Konzentrationen in möglicherweise behandeltem Holz zu untersuchen. Hierzu sind Materialproben aus 0 bis 2 mm Tiefe des in Betracht kommenden Holzes zu entnehmen. Ergeben sich PCP-Konzentrationen von über 50 mg PCP/kg Holz, ist darüber hinaus festzustellen, ob die behandelte Holzfläche, die mit der Innenraumluft in Kontakt steht, zu dem Raumvolumen in einem Verhältnis größer als 0,2 m(-1) steht. Ist dies ebenfalls der Fall, d. h. werden beide genannten Werte überschritten, ist im Folgenden festzustellen, ob die im Jahresmittel zu erwartende Raumluftbelastung über 1 µg PCP/m3 Luft liegt. Ist dies der Fall, so ist eine Sanierung des PCP-belasteten Raumes durchzuführen.
Handelt es sich dagegen um Wohnungen oder um andere Räume, in denen sich Personen über einen längeren Zeitraum regelmäßig mehr als 8 Stunden am Tag aufhalten und in denen nutzungsbedingt auch Expositionen über Staub und Lebensmittel etc. zu erwarten sind, so ist weiter zu prüfen, ob die im Jahresmittel zu erwartende Raumluftbelastung nicht über 0,1 µg PCP/m3 Luft liegt. Wird dieser Wert nicht überschritten, ist auch bei solchen Nutzungen nicht von einer gesundheitlichen Gefährdung durch PCP-haltige Holzschutzmittel auszugehen.
Ergibt sich dagegen eine Raumluftbelastung zwischen 0,1 und 1,0 µg PCP/m3 Luft, sind zur Verfügung stehende Ergebnisse der Untersuchung von Blut und Urin heranzuziehen. Zugrunde zu legen sind dabei die Werte der einzelnen nutzenden Personen, soweit es sich um Wohnungen handelt. Bei anderen Räumen, in denen sich Personen über einen längeren Zeitraum regelmäßig mehr als 8 Stunden am Tag aufhalten und in denen nutzungsbedingt auch Expositionen über Staub und Lebensmittel etc. zu erwarten sind, ist auf eine repräsentative Gruppe der nutzenden Personen abzustellen. Hierdurch wird den hier in größerem Maße denkbaren Verursachungsalternativen Rechnung getragen. Liegt im Blut eine PCP-Belastung von mehr als 70 µg PCP/l (Serum) oder im Urin eine PCP-Belastung von mehr als 40 µg PCP/l vor, ist zu prüfen, ob die Belastungen aus der baulichen Anlage stammen. Dabei sind vor allem die Plausibilität der Meßergebnisse und mögliche andere Expositionsquellen in die Überlegungen einzubeziehen. Stammen die Belastungen aus der baulichen Anlage, ist der PCP-belastete Raum zu sanieren.“
Auszüge aus der PCP-Richtlinie der ARGEBAU (Stand Oktober 1996).

Möglichkeiten der Sanierung

PCP ist als krebserzeugend eingestuft worden. Der Wunsch, diese Substanz im Rahmen einer Totalsanierung gänzlich aus dem häuslichen Umfeld zu entfernen, ist nur allzu gut verständlich. Ob dies aber in jedem Fall wirklich nötig ist, oder ob möglicherweise andere Sanierungsverfahren (beispielsweise eine Schadstoffmaskierung durch Dampfsperren oder Diffusions-hemmende Lacke) in Frage kommen, hängt vom Umfang der PCP-Quellen, von den umweltanalytischen Meßergebnissen und von der vorgesehenen Raumnutzung ab.

Beispielsweise können einzelne PCP-behandelte Balken in einem Dachgeschoss, das nicht für Wohnzwecke genutzt wird, eher toleriert werden als großflächig behandelte Holzpaneele in Wohnräumen. Je nach PCP-Gehalt und der Größe der behandelten Holzfläche muss eine Entfernung in Betracht gezogen werden. Bei geringen PCP-Mengen und kleinflächiger Anwendung kann auch eine Maskierung durch Speziallacke versucht werden. Belastete Balken können mit Dampfsperren aus speziellen Aluminiumfolien umhüllt werden, die das Ausgasen von PCP deutlich verringern.
Gute und ausgewogene Hinweise zur Sanierung enthält die Broschüre „Wohnen ohne Gift“ der Stiftung Warentest (Stiftung Warentest 2002, S. 40 ff.). Dort werden auch Hinweise zum Arbeitsschutz bei Sanierungsmaßnahmen gegeben, die insbesondere für Heimwerker von Interesse sind.

Beispiel eines Sanierungskonzeptes

Sanierungskonzept: Die vollständige Sanierung eines betroffenen Dachstuhles wäre der komplette Dachstuhlrückbau und die anschließende Neuerrichtung des Daches gewesen.
Da das Dach und das Konstruktionsholzwerk statisch in Takt war, wurde die Totalsanierung (=Dachstuhlabriss) nicht in Betracht gezogen.
Eine Variante wäre eine Verkleidung des Innendaches mit imprägnierten Gipskartonplatten und /oder gasdichten Folien.
Eine andere Variante wäre die betroffenen Holzoberflächen mit Hilfe einer Maskierungsmethode abzusperren.

PCP Richtlinie NRW

Unter
www.ub2.de/PCB/_private/PCBRichtlinieNRW.pdf

Im Zentrum des Vulkans

Im Zentrum des Vulkans

Im Zentrum des Vulkans

Wie der Umbau der früheren Werft-Zentrale zur größten Bremer Flüchtlingsunterkunft vorangeht.

Vegesack. Die Leute sind alle Pragmatiker. Das merkt man gleich. Brauchen sie einen Raum zum Reden, nehmen sie sich einfach einen. Dieser, in dem sie jetzt zusammensitzen, war mal Verwaltungszimmer. Jetzt hat irgendjemand mit blauem Filzstift das Wort „BAULEITPLANUNG“ quer über das Türschild geschrieben.

Schadstoffe beseitigen

Räume gibt es in diesem Gebäude eh mehr als genug. Räume und Raum. Der fünfgeschossige Bau ist samt Keller so groß wie dreieinhalb Fußballfelder. Früher war er mal Konzernzentrale, jetzt ist er Baustelle. Früher haben dort 700 bis 800 Menschen gearbeitet, jetzt sollen dort 750 Flüchtlinge unterkommen.

Hier können Sie den kompletten Bericht ansehen.

 

Sicherer Umgang mit gefährlichen Stoffen

Sicherer Umgang mit gefährlichen Stoffen

25 Jahre Asbestsanierung vom Standort Ritterhude aus / Spezialisten für zahlreiche Fachgebiete

Als Klaus Lorenz und sein damaliger dänischer Partner Christensen die Lorenz Asbest GmbH, Sanierung und Entsorgung vor 25 Jahren gründeten, war nicht absehbar, dass die Firma einmal den gesamten Sektor der Innenraumschadstoffe wie künstliche Mineralfasern (KMF), polychlorierte Biphenyle (PCB), polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schimmel bearbeiten würde.

Am Anfang stand die Asbest- sanierung einer Hamburger Schule – ein Großprojekt und eine echte Herausforderung. Mit Bravour löste die junge Firma die Aufgabe. Das war der Startschuss für viele folgende Sanierungsaufträge. Ein Objekt wurde mit kurzen Unterbre- chungen sogar elf Jahre lang vom oberen Stockwerk bis in den Keller saniert. Recht bald nach der Gründung zog sich Christensen auf den skandinavischen Markt zurück. Das Team um Klaus Lorenz und den damaligen zweiten Geschäftsführer Harald Soost, der sich 2010 in den Ruhestand verabschiedete und die Verantwortung an Gerd Greve übergab, begann mit dem kontinuierlichen Auf- und Ausbau des Unternehmens.

Auf Grundlage der technischen Regeln für Gefahrstoffe und der Gefahrstoffverordnung schützt das Unternehmen Mensch und Umwelt vor Belastungen und richtet den Fokus auf Nachhaltigkeit. Öffentliche Seit 2010 leitet Gerd Greve (rechts) die Lorenz Asbest GmbH, die seit 25 Jahren am Markt besteht.

FOTOS (3): MLO

Auftraggeber waren und sind – ebenso wie Banken, Versicherer, Hotels, viele weitere Unternehmen und Privatpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet wichtige Partner.

Die Fachkenntnisse der Mitarbeiter, das exzellente Equipment an Personen- und Materialschleusen sowie der professionelle Umgang mit besonderen Absaug- und Unterdruck- gerätemanagements machen das Unternehmen für spezielle Aufgaben zum Partner erster Wahl – so beispielsweise bei der Sanierung einer 140-Meter- Yacht in Genua. Durch den Ein- satz von Gebäudeabschottungen mit Unterdruck kann in Teilbereichen von Gebäuden gearbeitet werden, während der Betrieb nebenan weiterläuft.

Kuriositäten gab es in all den Jahren auch: Der Arbeitseinsatz in einer Bank, der wegen der lauten Stemmarbeiten nachts ausgeführt wurde, löste stillen Alarm aus. Die Information über die Arbeiten in der Nähe der Schließfachbereiche war nicht an den Sicherheitsdienst weitergegeben worden.

Als die Mitarbeiter zur Pause die Arbeitsbereiche verließen, sahen sie sich etlichen bewaffneten Polizisten gegenüber. Zudem gibt es Innovatives zu berichten: Die Lorenz Asbest GmbH entwickelte ein besonderes Fußboden-Asbestschleifverfahren. Da dieses vor etwa zwei Jahren eine firmeneigene BIA/IFA-Zulassung (Bundesinstitut für Arbeitsschutz/ Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung) bekommen hat, sind die Ritterhuder eine von wenigen Firmen in Deutschland, die die entsprechenden Arbeiten bundesweit ausführen dürfen.

Die Lorenz Asbest GmbH ist Gründungsmitglied des Norddeutschen Asbestsanierungsverbands und nach einer DIN-ISO- Norm zertifiziert für die Planung und Durchführung von Schadstoffsanierungen sowie entsorgungen, insbesondere von Asbest, Schimmelpilz, KMF, PCB und PCP, Abbruchmaßnahmen, Einsatzstellen- und Baustellenkoordination. 

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